Erlebnis-Blog

20. Mai 2019

05.05.-11.05.2019 Lesereise in die Schweiz

05.05.2019

Das Balduinmobil ist voll, die Reifen auch – es kann also losgehen: Auf nach St Gallen!

Auf der Raststätte Nr 1 freut sich Fritzi sehr über die Frauenparklätze direkt vor dem Eingang des Restaurants. „Wenn man dringend muss, ist das einfach toll!“, sagt Fritzi glücklich. „Nee, ist es nicht, was ist denn wenn ich dringend muss?!? Oder siehst du hier irgendwo einen Chamäleonparkplatz?“ „Nee, aber das Gute ist ja, du darfst mit mir und Frau Sogehtdas auf dem Frauenparkplatz stehen!“, lacht Fritzi. „Was?“, ruft Frau Sogehtdas blinzelt und schon ist sie wieder eingeschlafen.

Nicht unbedingt gesund, aber auch mal lecker – Fast Food.

 

8 Stunden und drei Pippipausen später – (diesmal ohne Polizeikontrolle, nicht so wie auf dem Weg nach Zürich im Januar… ) sind Balduin, Frau Sogehtdas und Fritzi auch schon in der Schweiz. Doch was ist das?!? Je näher sie St. Gallen kommen, desto kälter wird es. Und dann, der Hammer: Schnee!!!! Ganz viel Schnee!

Im Mai!

Balduin dichtet spontan: „Schnee in St Gallen, das tut uns nicht gefallen!“ Fritzi lacht und ist ausgesprochen dankbar für Ihre Allwetterreifen. „Wie kann das sein?!“, fragt Fritzi verwundert über den Schnee. Auf der Raststätte Schauinsland kurz vor Basel haben Balduin und Fritzi bei angenehmen 12 Grad Celsius plus Sonne noch ins Land geschaut! Frau Sogehtdas bekommt nichts mit, sie verschläft den Schnee einfach.

Wolkenzauberei!

 

Zum Glück hat Fritzi wieder viel zu viel eingepackt sogar Wärmflaschen. Und deshalb geht es mit wärmender Flasche gemütlich ins Bett. „Danke.“, murmelt Balduin noch und dann ist er genau wie Frau Sogehtdas im Traumland angekommen. Solche Temperaturunterschiede sind für Chamäleons wirklich schwer zu verpacken. Aber nicht nur für Chamäleons auch für Fritzis. Bibber!

 

06.05.2019

„Uah! 6.15h! Es ist unmöglich so früh aufzustehen“, ruft Fritzi, dann steht sie aber doch auf. Balduin kichert, er ist schon länger wach und hat die besten Verstecke im Zimmer ausfindig gemacht….

 

Das beste Versteck im ganzen Zimmer!

 

Frau Sogehtdas räuspert sich, sie schläft jedoch auch gern auf Lesereisen etwas länger.

Nach einem fixen Frühstück geht die Fahrt nach Gossau. Draußen ist es taghell, die Vöglein singen, die Temperatur liegt bei ca 1 Grad Celsius und überall liegt Schnee – das hilft Fritzi definitiv, um schnell wach zu werden, während Balduin und Frau Sogehtdas lieber nochmal gemütlich in Decken gemummelt auf der Rückbank des Autos dösen.

Da müssen wir hin!

 

Trotzdem kommt das Balduinmobil heute morgen etwas zu spät. Frau Eberle von der Stadtbücherei Gossau begrüßt Fritzi herzlich und sie ist entspannt:

„Wir haben noch so viel Zeit bis die Kinder kommen.“, sagt sie und lächelt. Dann packen alle mit an und tatsächlich kann Fritzi sogar noch einmal durchatmen, bevor die ersten Kinder vor der Tür stehen.

Balduin bleibt grün und den Kindern gefällts. Frech ist der Balduin heute auch und auch das gefällt den Kindern sehr gut.

Von einem Kind, Luca, werden Fritzi und Balduin hinterher sogar mit einem Bild beschenkt. Toll!

Ein Geschenk von Luca! Danke!

 

Nach der Lesungsshow ist in der Schweiz immer auch vor der Lesungsshow und schon um 10.20h steht die nächste Kindergruppe vor der Stadtbibliothek. Wieder bleibt Balduin einfach grün. Na sowas?!?

Dann entdecken Fritzi und Balduin, dass Frau Eberle und das Team der Stadtbibliothek einen richtig hübschen Autorentisch zurechtgemacht haben. Und zwar für alle Autoren, die im Rahmen von Schule und Kultur zu Besuch in die Stadtbibliothek kommen werden. Fritzi findet, dass sie sich unter den vielseitigen Autoren und Autorinnen in sehr interessanter Gesellschaft befindet.

In guter Autorengesellschaft!

Autorentisch aus der Nähe…

 

Draußen schneit es inzwischen wieder ein wenig und Balduin darf nur im dicken Pulli raus. Aber auch im dicken Pulli bibbert er. Frau Sogehtdas bleibt lieber im Hotelzimmer, da gibt es eine Heizung und es ist warm. Ein klein bisschen frische Luft am Nachmittag tut Balduin und Fritzi trotzdem sehr gut und sie stellen fest, dass es kleine und große Schneeberge gibt.

Im Mai.

In St. Gallen.

Und das finden sie auch: Na sowas?!

Kleine Schneeberge…

… große Schneeberge

 

Ab 18h geht Fritzi heute zum Autorenstammtisch.

„Das ist so unheimlich laaaangweilig – Gäääääähn“, beschwert sich Balduin. „Kannst du das nicht ausfallen lassen?“

„Das ist nur für dich langweilig, ich finde es spannend mit den anderen Autoren, die diese Woche hier sind zu plaudern.“, antwortet Fritzi.

Frau Sogehtdas rettet die Lage, indem sie Balduin vorschlägt, ihn ins Bett zu bringen und gaaaaanz lange vorzulesen. Als Fritzi um 20.30h die Tür zum Hotelzimmer öffnet, schlafen die beiden tief und fest.

 

Hier wird bereits tief und fest geschlafen.

 

Vielen Dank an Frau Eberle, das Team der Stadtbibliothek Gossau, die tollen Kinder, Lehrerinnen und Erzieher für den schönen Vormittag und vielen Dank an die netten Autorenkollegen und das Team von Schule und Kultur für den schönen Abend.

 

07.Mai 2019

„Heute fahren wir nach Mi-Mo-Matzingen!“, ruft Balduin voller Vorfreude. Frau Sogehtdas hat frei und Fritzi drückt gefühlte 100 x den Weckeralarm weg. Irgendwann kommen Balduin und Fritzi dann aber doch los.

Frau Scherrer, Lehrerin der Schule in Metzingen, empfängt die beiden fröhlich und sogleich geht es in den Vorführraum. Dort herrscht schon ein wenig Kinoathmosphäre, denn der Raum ist wunderbar abgedunkelt. Das begrüßt insbesondere Balduin und er verkriecht sich sogleich nochmal ein wenig unter die Dekotücher von Fritzi zum Schlafen.

Etwas später sieht Balduin rot. Die Kinder sind heute besonders lebendig und plauderfreudig. Fritzi kommt, wie man so schön sagt, vom Höckschen aufs Stöckschen. Wer kommt woher? Denn weil Fritzi aus Deutschland kommt, ist man sofort im Gespräch – auch die Kinder kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Daraus ergibt sich dann die Frage wer welche Sprache spricht – und das ist natürlich auch sehr vielseitig: russisch, kroatisch, italienisch, spanisch, ungarisch und und und

Als Fritzi fragt, wer etwas über Chamäleons weiß, hat jeder eine Geschichte zu erzählen… Dann fragt ein Junge, ob Fritzi berühmt ist. Und so reden plötzlich alle ein bisschen darüber, was es eigentlich bedeutet, berühmt zu sein und ob sie jemanden kennen, der berühmt sein könnte…

Ein Junge kennt ein berühmtes Lied:

„We will rock you.“

„Ja, das ist sogar weltberühmt – es ist von der Band Queen. Die Band ist auch weltberühmt.“, bestätigt Fritzi. Ein Kind weiß, dass der Bandleader der Band Queen an einer ganz schlimmen Krankheit gestorben ist an der man aber heute nicht mehr so schnell stirbt, weil es gute Medikamente gibt… vom Höckschen aufs Stöckschen eben. Was die Kinder alles so wissen und beschäftigt, Fritzi kommt aus dem Staunen kaum heraus. Irgendwann geht es dann aber auch wieder um Balduins Geschichte und so sind hinterher alle sehr zufrieden mit dem außergewöhnlich informativen Vormittag.

Hier wird getanzt und gesungen! (Danke an Susanne Stäheli für das Bild)

Fritzi sieht rot. (Danke an Susanne Stäheli für das Bild)

 

Im Schulhaus Mühli in Matzingen entdeckt Balduin nach den Shows dann noch allerlei interessante Sachen…

Es gibt hier zum Beispiel (zum Glück ungefährliche) Greifvögel…

Wilde Tiere gibt es auch…

… und auch noch ein Suchbild mit Papagei, Balduin und Spinne? Na, wo sind sie alle???

 

Nach einer Mittagspause und einem Schläfchen erkunden Balduin und Fritzi noch ein bisschen St. Gallen. Frau Sogehtdas möchte allerdings wie immer lieber länger schlafen und so bleibt sie im Hotel.

Der Schnee ist bereits weggeschmolzen und darunter erscheinen bunt blühende Frühblüherblumen und sattes grünes Gras. Offenbar hat der Schnee die Blumen nur ein wenig überrascht und konnte nicht dafür sorgen, dass sie aufhören zu blühen. Ein Glück und: wie schön!

 

In St. Gallen blüht es auch nach dem Schnee weiter…

… als wäre nix gewesen… war aber schon was gewesen!

 

Im Tibits gibt es noch ein kleines Abendessen und schon ist es auch wieder Zeit „Gute Nacht“ zu sagen.

Lecker Tibits!

 

Hach, es ist einfach schön in der Schweiz… sogar das Klopapier hat vielerorts ein Herz… oder zwei

Auf dieser Schweizreise ist auch das Klopapier herzvoll :-)

 

Vielen Dank an Frau Scherrer, das Team des Schulhauses Mühli und die plauderfreudigen Kinder für den schönen Vormittag.

 

08.Mai 2019

Teufen ist heute das Ziel, genaugenommen das Schulhaus Dorf. Schon die Hinfahrt ist spannend, es geht nämlich die ganze Zeit bergauf und so hat man immer wieder einen schönen Blick auf St. Gallen oder die Berge in weiter Ferne.

In Teufen werden Fritzi und Balduin herzlich von Frau Müller in Empfang genommen.

Vom Schulzimmer aus, indem die Lesungsshows stattfinden, kann man sogar die Alpen sehen… Fritzi und Balduin staunen.

„Da möchte ich mal näher ran, da liegt auch noch ganz viel Schnee drauf.“, sagt Balduin ehrfürchtig.

„Ich glaube, das sieht viel näher aus als es ist und ich fürchte, wir kommen da nicht näher ran.“, muss Fritzi Balduin ein bisschen enttäuschen. Dann muss das Rollo runter und die Berge sind erstmal weg, schließlich sind die Kinder gleich da und für das Bilderbuchkino muss es dunkel sein.

Balduin sieht zweimal rot und das ist auch heute wieder sehr aufregend für Fritzi, die Kinder und auch für Balduin.

Nach den Shows sind Balduin und Fritzi unterwegs in Teufen. Sie entdecken wunderschöne Blumen und ein Fleckchen, wo sie auch einen wunderschönen Alpenblick haben. Viel näher dran sind sie aber tatsächlich auch dort nicht. Trotzdem ist es eindrucksvoll. Die beiden schweigen und staunen.

 

Blumenblühte nach dem Schnee in Teufen – alles paletti

Hier ist sogar noch Kirschblühtenzeit – hurra!

Berge (die Alpen?) in weiter Ferne…

 

Nach der Mittagspause regnet es. So bleiben alle im Hotelzimmer. Balduin und Frau Sogehtdas spielen Kniffel und Fritzi schreibt an ihre Patenkinder. In der Schweiz gibt es einfach besonders schöne Briefmarken…

Die schönsten Briefmarken gibt es in der Schweiz! Aber warum ein Schwein und kein Chamäleon?!?

 

„Wann müssen wir morgen aufstehen?“, fragt Balduin beim Abendbrot.

„Um fünf.“, antwortet Fritzi.

„Um FÜNF?!?“, ruft Frau Sogehtdas und ihr fällt das Salatblatt direkt aus dem Mund vor Entsetzen.

„Ja, leider.“, sagt Fritzi.

Es dauert nicht lange und das Hotelzimmer schnarcht im Dreiklang. Wenn man so früh aufstehen muss, muss man eben auch ganz früh ins Bett gehen und schlafen.

 

Vielen Dank an Frau Müller und das sehr nette Lehrerinnenteam des Schulhauses Dorf und die wissbegierigen Kinder für den schönen Vormittag.

 

09.Mai 2019

Der Wecker klingelt um 5 Uhr früh und Fritzi ist sofort hellwach. Das ist komisch. Aber auch gut, denn heute kommen sie deshalb pünktlich los. Die fast einstündige Fahrt dorthin ist wirklich spektakulär. Frau Sogehtdas verschläft leider sämtliche „Ahs“ und „Ohs“, die Balduin und Fritzi andauernd von sich geben. Mit mehreren fantastischen Blicken auf den Bodensee, nähert sich das Balduinmobil tatsächlich all den Bergen, die Balduin und Fritzi gestern von Teufen aus gesehen haben. Balduins Wunsch geht nun doch ganz unerwartet in Erfüllung. Wer hätte das gedacht?!? Die erhabenen Berge machen Balduin und Fritzi wieder ganz andächtig und so werden sie immer stiller. Plötzlich wacht Frau Sogehtdas auf und fragt:

„Was ist denn hier los, wieso seid ihr so still?“

Und Balduin murmelt nur: „Hach, die Berge.“

Eine „Bergbaustelle“! Auch schön!

 

In Trübbach steht Frau Caduff in den Helfer-Startlöchern und Fritzi sofort zur Seite. Auch die Herzlichkeit ist hier wirklich spektakulär. So stellt Frau Caduff mit ihrer ebenso netten Kollegin (deren Name Fritzi sich mal wieder nicht merken konnte – sorry!!!) fest, dass Fritzi am nächsten Tag im Nachbardorf Azmoos auftritt und vereinbart mit der dortigen Lehrerin Frau Burger, dass Fritzi am Mittag dort vorbeikommen und für den nächsten Tag aufbauen kann. Fritzi ist sehr dankbar dafür, so wird es nämlich morgen Früh mit dem Auschecken und Packen des Autos zeitlich deutlich entspannter. Zudem freuen sich Fritzi, Balduin und sogar Frau Sogehtdas von dem Moment an auf eine weitere spektakuläre Anfahrt.

Heute macht Balduin in der ersten Lesungsshow blau und in der zweiten Lesungsshow bleibt er grün. Er ist wiedermal sehr frech findet Fritzi, aber den Kinder gefällts. Die Kinder sind ebenfalls großartig und interessiert und wissen wieder sehr viel. Das gefällt Fritzi. Und Balduin ist ohnehin begeistert von Allem hier.

Von den netten Erzieherinnen der Kinder in der zweiten Lesungsshow erhalten Fritzi und Balduin sogar noch ein Geschenk. „Schokri“ (wie der Schweizer sagt) mit Sehenswürdigkeiten aus der Region dekoriert. Lecker! Und Dankeschön.

Leckeres Geschenk aus Azmoos

 

„Ich glaube, ich bin ein Bergchamäleon.“, sagt Balduin am Mittag zu Fritzi.

„Wie kommst du denn darauf?“, fragt Fritzi.

„Ich liebe die Berge.“, sagt er träumerisch.

„Das kann ich verstehen. Sollen wir gleich einen schönen Platz finden, wo wir bisschen die Berge bestaunen können und dabei Mittagessen?“, fragt Fritzi.

„Auja.“, freut sich Balduin. Das findet auch Frau Sogehtdas gut.

Nachdem die nette Kollegin von Frau Caduff Fritzi zu der anderen Schule nach Azmoos gebracht hat, wird Fritzi dort von Frau Burger und ihrer Kollegin ebenfalls wieder sehr herzlich begrüßt. Fritzi darf dort in Ruhe aufbauen und braucht morgen dann auch erst um 8h vor Ort zu sein. Das ist ein tolles Geschenk findet Fritzi.

Das nette Plätzchen, um die Berge bestaunen zu können, ist schnell gefunden… die erste Raststätte auf der Rückfahrt ist bestens geeignet. Hier sind Balduin, Fritzi und Frau Sogehtdas tatsächlich von Bergen umgeben…

Sie befinden sich übrigens im „Heidi-Land Wartau.ch“ wie eine Werbetafel informiert.

Ach hier kommt die Heidi her!

Wolken und Berg, einfach eine tolle Kombination!

Wir sind den Bergen fast auf die Pelle gerückt

Wow!

Balduin und Fritzi im Bergrausch

 

So von den Bergen inspiriert, drehen die beiden direkt noch ein Filmchen – schließlich sollen alle in den Live-Genuss der wunderschönen Gegend kommen… Balduin singt direkt zwei kurze Oden und dann entdecke sie noch Grillen… oder Zirpen…

FILMCHEN

 

Erst am späten Nachmittag sind sie zurück im Hotel und Fritzi ist erschöpft, sie braucht dringend ein Schläfchen.

„Das war so ein schöner Tag.“, sagt Balduin beim Abendessen (ein letztes Mal im Tibits).

„Das fand ich auch.“, stimmt Fritzi ihm zu.

„Ohja.“, lächelt auch Frau Sogehtdas.

 

Ein letztes Mal im Tibits futtern

 

Vielen Dank an Frau Caduff und ihre Kollegin des Schulhauses Feld für die großartige Rundumversorgung und Frau Burger vom Schulhaus Dorf für die Spontanität. Vielen Dank auch an die Erzieherinnen und die allesamt und herzvollen neugierigen Kinder für den außergewöhnlichen Vormittag

 

10. Mai 2019

„Es regnet!“, ruft Balduin. Balduin ist heute der Wecker. Weil Fritzi gestern schon aufbauen durfte, konnten alle heute viel länger schlafen. Statt um 5 Uhr müssen sie nämlich erst um 5.15 h aufstehen… ;-). Fritzi gähnt laut und Frau Sogehtdas dreht sich noch einmal auf die andere Seite. Dann packen Fritzi und Balduin alles ein und alles ins Auto, auch Frau Sogehtdas. Und nach einem kurzen Frühstück geht es „ab die Post“ nach Azmoos.

Die Berge sehen auch im Regen toll aus. Die Wolken bleiben an ihnen kleben und alles ist ein bisschen düster. Aber eindrucksvoll bleibt es dennoch.

Berge sind bei jedem Wetter interessant… sie sehen einfach immer anders aus…

 

Fritzi muss lachen, als sie das Klassenzimmer betritt. Mit Frau Burger hatte sie gestern gemeinsam eine etwas waghalsige Konstruktion gebaut, damit der Diaprojektor in der richtigen Höhe steht. Frau Burger wollte dann nochmal schauen, ob es evtl einen hohen Tisch gibt, um den Diaprojektor direkt zu platzieren, weil der „Turmbau zu Azmoos“ doch etwas wackelig daherkommt…

Leider gab es keinen anderen Tisch und deshalb sind um die Konstruktion herum Warnhütchen gestellt worden. Das sieht super und lustig aus. So müssen Frau Burger und Fritzi bereits am frühen Morgen gemeinsam herzlich lachen und das tut gut.

 

Der „Turmbau zu Azmoos“ – mit Sicherheitshütchen!

 

Aber: Die Konstruktion hält stand! Nix fällt um!

Balduin bleibt heute grün und da hat auch Frau Sogehtdas mächtig zu tun, aber gemach gemach, Frau Sogehtdas darf man nicht hetzen. Auch heute haben die Kinder viel Spaß, allerdings merkt Fritzi an sich selber und an den Kindern, dass es Freitag ist. Die Kinder sind unruhiger und Fritzi ist auch ein wenig erschöpft. Aber der Stimmung tut dies keinen Abbruch. Sogar eine Schnecke ohne Namen ist diesmal eine Zuhörerin. Sie schläft aber überwiegend, ganz im Gegenteil zu den lebhaften Kindern. Fritzi erfährt, dass ein Kind Fritz heißt, das ist sozusagen der männliche Name von Fritzi oder umgekehrt, Fritzi ist der weibliche Name von Fritz.

Und außerdem gibt es im Kindergarten derzeit zwei Raupen, eine davon heißt Balduin. Das gefällt Balduin natürlich besonders gut. Raupen mag er sehr gerne (aber er hat sie nicht zum Fressen gern).

Frau Burger hilft Fritzi beim Abbauen und auch beim Raustragen der Sachen. Gerne würde sie Fritzi noch mit einem Kaffee glücklich machen, aber Fritzi ist schon sehr dankbar dafür, dass sie das gute schweizer Wasser mitnehmen darf und nach den Lesungen ist sie zudem erstmal fit zum Fahren.

Als das Balduinmobil auf die Hauptstraße biegen möchte, winkt Fritzi ein Mädchen zu, dass auch in einer von Fritzis Lesungsshows war.

„Wo fährst du denn jetzt hin?“, fragt das Mädchen.

„Ich fahre jetzt zurück nach Deutschland.“, sagt Fritzi. „Da müsst Ihr aber erst was essen, der Balduin und du.“, findet das Mädchen. Wo sie recht hat hat sie recht. Das Mädchen und Fritzi winken sich noch lange nach und Fritzi kauft sofort pflichtbewusst beim Coop Brötchen ein. Dann geht es auf die gleiche Raststätte wie gestern und dort wird in freundlich bergiger Umgebung gevespert.

 

Gesund muss auch mal sein…

Das Wolkenspiel der Berge, Balduin liebt es

 

Der Rückweg geht am Bodensee vorbei und auch hier genireßen alle Drei wieder das tolle Panorama, allerdings bleibt es weiterhin diesig und regnerisch.

Der Bodensee ist natürlich auch schön…

 

Nach der Vesper und dem Blick auf den Bodensee schlafen Balduin und Frau Sogehtdas auf der Rückbank ein und irgendwann kann Fritzi dann auch nicht mehr. Auf einem Rastplatz macht dann auch Fritzi die Augen zu (Balduin, wieder quietschfidel, macht natürlich direkt ein Beweisfoto)

 

Fritzi muss schlafen, Balduin macht das Beweisfoto

 

„Immer Stau!“, ruft Balduin frustriert. Da hilft auch der Kuchen nicht lange aus, den Fritzi dabei hat. Es staut sich und staut sich und staut sich – es ist zum Haare raufen. Um 19.30h hält Fritzi in Heidelberg, denn alle haben Hunger. Dort gibt es im Restaurant RED leckeres Buffet – das ist so wie im Tibits (nur günstiger… ;-))

Lecker Essen wie im Tiits nur eben im RED in Heidelberg

 

Um 21.30h treffen die Drei endlich im IBIS Budget in Darmstadt ein.

„Ich bin soooo müde.“, sagt Balduin noch und dann schläft er bereits.

Vielen Dank an Frau Burger vom Schulhaus Dorf für ihre Herzlichkeit, sowie den Erzieherinnen und Lehrerinnen und all den lebendigen Kindern für einen schönen letzten Tag in der Schweiz.

 

11. Mai 2019

Fritzi wacht tatsächlich um 6h auf. Dann fällt ihr ein, dass sie ja gar nicht aufstehen muss, es ist doch Samstag und so dreht sie sich glücklich noch einmal um. Erst um 8.30h wird es heute im Hotelzimmer lebendig. Alle sind ausgeschlafen und erzählen fröhlich beim Frühstück von der tollen Lesereise.

„Es war alles so schön. Alles. Aber am Schönsten fand ich die Berge.“, sagt Balduin.

„Ich fand auch toll, dass wirklich alle nett und hilfsbereit waren – auch die Kinder. Und dass die Kinder so gut mitgemacht haben und so viel wussten.“, sagt Fritzi.

„Ich mag die Schweiz einfach sehr gerne.“, sagt Frau Sogehtdas.

„Aber du hast doch die ganze Zeit geschlafen.“, wendet Balduin ein. „Eben drum, hier in der Schweiz ist das Leben halt etwas entspannter.“, lächelt Frau Sogehtdas.

Auf dem Rückweg macht Fritzi noch einen kleinen Umweg über Büdingen, eine hübsche mittelalterliche Stadt. Dort treffen alle Fritzis Mann und lauter Verwandte von Lila. Der Mann war geplant, die Verwandten von Lile nicht. Was machen die denn da? Das ist ja unglaublich… Die Froschstadt Büdingen beherbergt riesige Frösche und warum??? Einfach auf den Link und nachlesen (lassen).

 

In der Froschstadt Büdingen gibt es Verwandte von Lila an der Zahl… Nummer 1

Nummer 2

Nummer 3

 

Gegen Abend sind sie endlich wieder richtig zu Hause.

Schön war´s!

 

Vielen Dank an Richi Küttel und das Team von Kklick Kulturvermittlung Ostschweiz für die Vermittlung dieser schönen Lesereise und der Künstleragentur Frank Tölle für die Orga drumherum.

Kinderstimmen