Wie alles begann …

… von damals bis heute in aller mir möglichen Kürze

Mit meinem Buch „Balduin bleibt grün“ fing alles an: mein neues Leben als Kinderbuchautorin, meine eigene Webseite, meine Lesungsshows mit Balduin, mein Blog, meine überraschende Familie zunächst nur mit Balduin und später mit immer mehr Mitgliedern der Puppencombo… heute bin ich so zufrieden wie nie zuvor in meinem Leben und unheimlich dankbar dafür.
Aber eigentlich fing alles viel früher an…
Wie viele, die irgendwann Bücher schreiben, habe auch ich schon immer geschrieben. Vorzugsweise Trauerbriefe. Ich konnte nämlich sehr gut Trauerbriefe formulieren, fand meine Mama und so schrieb ich oft die Trauerbriefe für unsere Familie. Aber ich schrieb nicht nur Trauerbriefe, denn auch wenn der Tod früh an die Türen in meinem Umfeld klopfte, war es dennoch eine überschaubare Menge an Trauerbriefen, die ich schrieb. Ich schrieb überhaupt gerne, insbesondere Briefe (und Karten) von überall zu überall hin. Dafür gab ich einen Großteil meines Taschengeldes aus. Noch heute schreibe ich gerne Briefe. Ich liebe es einfach, einen selbst geschriebenen Brief im Briefkasten vorzufinden und ich glaube,, damit bin ich nicht allein, oder? Ich schrieb aber auch Tagebuch und ja, auch Geschichten. Der einzige Preis, den ich je gewann, war der erste Preis in einem Geschichten Wettbewerb zum Thema Familie in der 5.Klasse. 50 Mark gewann ich. Eigentlich sollte es 100 Mark geben, aber meine Klassenkameradin Constanze hatte auch den ersten Preis gewonnen, wir teilten uns den Preis, weil die Jury sich nicht entscheiden konnte. Immerhin. Es gab eine richtige Preisverleihung und unser Preis wurde von der Politikerin Frau Irmgard Schwaetzer (wohl stellvertretend für die damalige Schulsenatorin) überreicht.
Aber natürlich hatte ich nie die Idee Schriftstellerin zu werden.
Auch wenn meine damalige Schulkameradin und Freundin Erika einmal nach den Ferien zu mir sagte: „Deine Briefe sind so schön, du solltest Schriftstellerin werden.“ Deshalb ist mein erstes Buch Erika gewidmet. Irgendwo in meinem Kopf fand ich irgendwann ihre Worte wieder und sie unterstützten mich bei der frustrierenden Verlagssuche damals. Niemand hat auf mich und meine Geschichten gewartet. Deshalb konzentrierte ich mich auf eine Ausbildung zur Spielleiterin für Zirkus- und Theaterpädagogik und einem Klinikclownworkshop, wo ich meine spätere Kabarett- und Klinikclownpartnerin Suse Kirchhoff kennenlernte und ersteinmal parallel zur Logopädie diese Wege einschlug.
Aber ich blieb dran – auch mit den Kinderbüchern. Denn mein inneres Kind rief mich lauter dazu auf – bei meiner Arbeit als Klinikclown(in) und meiner Arbeit auf den Kabarettbühnen. Mein inneres Kind wollte sich zeigen und anderen Kindern helfen mit ihren Gefühlen in Kontakt zu bleiben (oder auch in Kontakt zu kommen)… Zunöchst moderierten Suse und ich eine Comedy-Mixt-Show namens Flutlicht und daraus entstand dann unser Kabarettduo „Suse und Fritzi“ mit insgesamt 4 abendfüllenden Programmen mit denen wir 15 Jahre (bis 2019) durch Deutschland tingelten. Unsere Webseite gibt es nicht mehr, aber auf unserer alten YouTube Seite findet Ihr bei Interesse noch einige Videos von uns.
Parallel zu meiner „Kabarettkarriere“ und meiner Arbeit als Klinkclonwn(in) und Logopädin, begann in winzigen Schritten mein Leben als Kinderbuchautorin, Ich fand tatsächlich einen Verlag für mein erstes Buch. Balduin bleibt grün kam auf die Welt und mit ihm die erste Lesungsshow. Damit kam auch Balduin in mein Leben, das erste freche Mitglied meiner Puppencombo und dann nahm alles seinen Lauf… Den Verlag gibt es leider nicht mehr und auch der Verlag in dem mein zweites Buch Prinzessin Blubberbauch erschienen ist, ist leider Geschichte. Aber beide Bücher sind noch da und inzwischen sind alle meine Bücher und CDs in der HENFRI Verlags GmbH zu Hause. Das war ein langer und steiniger Weg und ich musste für diesen Weg auch eine sehr schwierige Entscheidung treffen:
Denn bevor Balduin 2009 „geboren“ wurde, ging es für mich im Jahr 2007 um eine Weggabelung: Sollte ich mich mit meinen Logopäden-Kolleginnen selbstständig machen oder ganz als freie Künstlerin arbeiten? Ich wählte das größere Risiko und hatte riesengroße Angst. Aber rückblickend würde ich es wieder genau so machen, denn der Weg von damals bis heute war ein Abenteuer und hat mich auf so vielen Ebenen wachsen lassen. Ich freue mich darauf, ihn weiterzugehen und hoffe, ich kann mit all dem was ich tue und all den Themen, die ich – auch mit meiner Puppencombo aufgreife – mit Liebe und humorvoller Leichtigkeit Hilfe zur Selbsthilfe motivieren –  zum Verändern, zum Hinterfragen, zum Transformieren und oder zum Schmunzeln einladen. Möge die Lebensfreude mit Euch sein!

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